Mehr als Brauttasche und Clutch: Wie eine gut gepackte „Wedding Bag“ den Hochzeitstag entspannt

Wedding Bag

Am Hochzeitstag selbst laufen viele Fäden parallel zusammen. Kleidung, Friseur, Zeitplan, Foto-Termine, Reden, Formalitäten, spontane Wünsche von Gästen kommen oft in kürzester Zeit aufeinander. Eine gute „Wedding Bag“, eine klar organisierte Tasche oder auch ein Set aus Taschen mit den wichtigsten Dingen, hilft, den Überblick zu behalten, den Ansprechpartnern alles Notwendige griffbereit zu geben, kleine Pannen aus dem Weg zu räumen, bevor sie überhaupt als solche wahrgenommen werden.

Was eine „Wedding Bag“ von einem klassischen Accessoire unterscheidet

Die klassische Brauttasche ist meist klein, filigran und auf das Outfit abgestimmt. Taschentuch, Lippenstift und ein kleines Deo finden hier noch Platz, mehr jedoch nicht. Die Wedding Bag meint hier ein organisatorisches Set aus einer oder mehreren Taschen, verteilt auf Braut, Bräutigam, Trauzeugen und eventuell Eltern, wo alles liegt, was den Tag zur reibungslosen Sache machen soll. In der Praxis hat sich folgende Einteilung bewährt. Die Brauttasche sollte möglichst leicht sein und nur das enthalten, was die Braut unbedingt selbst braucht, etwa ein paar Taschentücher, Lippenstift, Puder, ein kleiner Spiegel, Haarspray in Reisegröße, einige Haarnadeln. Die Trauzeugin kann dann eine etwas größere Tasche oder einen Rucksack mit Notfallset tragen: Ersatzstrumpfhose, Mini-Nähset, Sicherheitsnadeln, Blasenpflaster, Nagelfeile, Kopfschmerztabletten, Feuchttücher. Für Unterlagen, Technik und Wertgegenstände ist eine schlichte, strukturierte Tasche mit einigen Fächern, etwa im Stil einer schlichten Aktentasche, passend. Personalausweise, standesamtliche Bescheinigungen, Verträge mit Dienstleistern, Ablaufpläne, eine kleine Powerbank, Ladegeräte und eventuell ein Tablet oder Notizbuch finden darin Platz. Wer sehen möchte, wie solche Taschen aufgebaut sind, kann sich bei Lederwarenherstellern umsehen und mit Interesse diese Website besuchen, um ein Gefühl für Fächeraufteilung, Verschlüsse und Tragevarianten eine schlicht gehaltenen Aktentasche zu bekommen, ohne dass die Tasche selbst als klassisches Brautaccessoire ins Auge fällt. 

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Inhalte für Braut, Bräutigam und Trauzeugen

Was gehört in die Wedding Bag für Braut, Bräutigam und Trauzeugen? Die Inhalte der Wedding Bag lassen sich gut rollenbasiert gestalten. Für die Braut empfehlen etliche Checklisten als Grundausstattung: Taschentücher gegen Freudentränen, Lippenstift, Puder, Concealer, Mascara, ein kleines Fixing-Spray oder Puder, ein Mini-Deo, Handspiegel, Kamm oder Bürste, Haarspray und Haarnadeln. Sehr empfehlenswert sind zusätzlich Blasenpflaster gegen die ersten Blasen nach dem langen Tragen der Brautschuhe, ein transparentes Nagellackfläschchen gegen Laufmaschen, Tampons sowie ein kleines Parfüm-Pröbchen.
Beim Bräutigam stehen die Dinge praktischer Art im Vordergrund. Häufig empfohlene Inhalte: Personalausweis, etwas Bargeld, Taschentücher, Pfefferminzbonbons, ein Mini-Deo, ein kleines Schuhputzschwämmchen, eventuell ein Ersatzhemd und ein Kamm. Je nach Anzugstoff ist vielleicht auch ein Fleckenstift oder ein Tuch gegen kleine Missgeschicke beim Sektempfang, wenn etwas daneben geht, sinnvoll.
Die Trauzeugin wird hier ihre Aufgabe als mobile Einsatzzentrale erfüllen. In ihrer Tasche sammeln sich neben den eigenen Dingen eine Liste mit wichtigen Telefonnummern, etwa von Location, Trauredner, Catering, Fotograf und DJ, der detaillierte Zeitplan für den Tag, Hausschlüssel, zusätzliche Taschentücher, Notfall-Make-up der Braut, Ersatzstrumpfhose, Nagellack, Sekundenkleber für Schuhsohlen, Sicherheitsnadeln und ein kleines Nähset. Der Trauzeuge kümmert sich häufig um Regenschirm, Ersatzkrawatte oder Fliege, Taschentücher, Stift und Notizzettel für spontane Reden sowie kleine Helfer wie Schere oder Multitool, falls etwas gelöst oder gekürzt werden muss.
Für Gäste reichen kleinere Sets, die sich ohne großen Aufwand in Clutch, Handtasche oder Innentasche verstauen lassen. Empfehlenswert sind bequeme Ersatzschuhe für später am Abend, Taschentücher, Lippenpflege, ein leichter Schal oder eine Jacke für kühlere Temperaturen sowie gegebenenfalls ein kleiner Regenschirm oder ein zusammenfaltbarer Regencape, falls die Feier teilweise im Freien stattfindet. Wer gern fotografiert oder filmt, sollte außerdem genügend freien Speicher auf der Speicherkarte oder dem Smartphone, aufgeladene Akkus, wenn möglich eine Powerbank und das passende Ladekabel dabei haben. So werden entsprechende Momente nicht durch leere Akkus oder vollgespeicherte Medien verpasst.

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Dokumente und Technik sicher verstauen

Neben Kosmetik und kleinen Helfern sind natürlich auch die formalen Unterlagen und Technik wichtig. Für standesamtliche Trauungen eignen sich die Personalausweise beider Partner, außerdem teils beglaubigte Unterlagen wie Geburtsurkunden und Nachweise über die Namensführung. Diese Sachen legt man am besten in einer wasserabweisenden Hülle oder Mappe ab, um sie vor Regen und verschütteten Getränken zu schützen.
Verträge und Absprachen mit den Dienstleistern können zum Beispiel in einer dünnen Sammelmappe zusammengefasst werden, etwa mit Kontaktdaten, vereinbarten Zeiten und Zahlungsmodalitäten. Ein ausgedruckter Tagesablauf mit Uhrzeiten für Styling, Abfahrt, Trauung, Empfang, Fotos, Essen, Programmpunkte ist die beste Hilfe für die Trauzeugen und das Team der Location den Überblick zu behalten.
Technische Ausstattung umfasst meist ein vollständig aufgeladenes Smartphone, besser noch mit einer Powerbank und Kabeln. Wenn Musik abgespielt, eine Präsentation oder Video gezeigt werden sollen, sollten Datenträger, Adapter und Logins vorab getestet und in die Organisationstasche gepackt werden. Eine kleine Aktentasche mit getrennten Fächern für Papier, Elektronik und Kleinteile hilft, alles schnell zu finden, es muss nicht erst lang gesucht werden. Eine kompakte Aktentasche mit getrennten Fächern für Dokumente, Elektronik und Kleinteile erleichtert es Helfenden, schnell das Richtige zu finden, ohne lange suchen zu müssen. 


Organisation und Aufgabenverteilung

Eine Wedding Bag ist nutzbringend nur, wenn bekannt ist, wer wofür verantwortlich ist. Viele Paare benennen eine Hauptansprechperson für organisatorische Fragen am Tag selbst, häufig eine Trauzeugin oder einen Trauzeugen oder eine sehr vertraute Person. Diese bekommt in der Vorbereitung den vollständigen Zeitplan, alle nötigen Kontakte und eine Übersicht der Notfalltascheninhalte. Gut ist es, die Aufgaben auf verschiedene Personen aufzuteilen, z.B. eine für Zeitplan und Dienstleister, eine für Braut- und Bräutigam-Notfallset, eine für Technik und Musik. So kann man Nachfragen bündeln, das Paar wird nicht mit Detailfragen bombardiert, während Fotos gemacht oder Gratulationen entgegengenommen werden.
Hilfreich sind kleine beschriftete Beutel oder Täschchen in der Wedding Bag, z.B. für Medikamente, Nähzeug, Beauty, Technik. So lässt sich viel Zeit beim Suchen einsparen, weil nicht in einer großen Tasche „blind“ gesucht werden muss, und es lässt sich jederzeit mal kurzfristig etwas an andere weitergeben, ohne dass man den Überblick über die Inhalte verliert.
Praktisch sind z.B. transparente Beutel mit kleinen Etiketten: „Make-up“, „Pflaster & Tabletten“, „Nadel & Faden“, „Kabel & Akku“, die in einer Liste kurz vermerkt werden können. So kann die Trauzeugin gleich den richtigen Beutel greifen, wenn jemand nach Kopfschmerztabletten fragt, der Fotograf ein Ladekabel braucht oder die Braut zum Paarfoto ihr Make-up auffrischen möchte.

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rischmann

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